2 Performerinnen treten inkognito auf. 2 ist die zahlenmäßig kleinstmögliche Konstellation zur Darstellung eines Konflikts. Sobald 2 sich auf gleiche Weise maskieren, sind sie eine verschworene Gemeinschaft in geheimer Übereinkunft. Sie demonstrieren eine Apparatur, die sowohl alles und jeden vereinnahmen, als auch sich gegen alles und jeden richten kann. Wie ein Panzer. Vermummung gehört zur uniformierten Gruppe, die wie ein Panzer in Erscheinung tritt. Vermummung war (und ist häufig) Anlass, Demonstrationen vorzeitig aufzulösen. Sie hat eskalierende Wirkung, die immer wieder vollzogen wird im Aufeinandertreffen des „Schwarzen Block“ mit den ebenfalls vermummten Polizisten. Ihre Panzerungen bilden Fronten und fordern Konfrontation: ein scheinbar immer gleiches Ritual, das in der Performance zelebriert, „aufs Spiel“* gesetzt und in Frage gestellt wird.
"Haut ab! Haut ab! Haut ab! Haut ab! Haut ab!"
* „Jeder an beschränkende Regeln gebundene Kampf trägt (schon durch diese geregelte Ordnung) die wesentlichen Merkmale des Spiels an sich, und zwar erweist er sich als eine besonders intensive, energische und zugleich auch als eine recht handgreifliche Form des Spiels (…) doch braucht die Grenze dessen, was im Spiel erlaubt ist, nicht beim Blutvergießen, ja nicht einmal beim Tootschlag gezogen zu sein.“ (Johan Huizinga, „Homo Ludens“)das häufig als Agitationsmittel dient, verleiht unsichtbarer Care-Work eine laute Stimme. Die Funktionen des Stimmverstärkers, zum Beispiel Echo- oder Loop-Effekte, spielen dabei eine besondere Rolle.“ – Scheyerer, Nicole DERSTANDARD (21.06. 2021)
SKILLS release der Musik aus WELCOME TO HELL: https://skills2.bandcamp.com/releases
Credits:
Konzept, Performance, Musik: SKILLS (aka Camilla Milena Fehér & Sylvi Kretzschmar)
Dramaturgie: Otmar Wagner
Ausstattung: Patrizia Ruthensteiner
Tontechnik und Musikalische Mitarbeit: Peta Devlin
Licht: Lars Rubarth
Video: Sirwan Ali
Assistenz: Nina Klöckner
Produktionsleitung: ehrliche arbeit - freies Kulturbüro
Fotos: Sinje Hasheider | Daniela Poschauko
Gefördert aus Mitteln der Kulturbehörde Hamburg, Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) und der Hamburgischen Kulturstiftung.








